Gartenwettbewerb fördert Biodiversität in privaten Moerser Vorgärten und Balkonen

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Die Stadt Moers lädt vom 1. April bis 30. Juni Gartenliebhaber dazu ein, ihre Balkone, Vorgärten und Gärten mit drei bis fünf aussagekräftigen Fotos sowie einer knappen Erläuterung einzureichen. Eine Fachjury aus Verwaltung und Naturschutzverbänden bewertet Kriterien wie heimische Pflanzen, Wasserstellen und Nistplätze. Das Engagement für mehr Artenvielfalt in der Stadt wird mit Preisen honoriert, darunter Gutscheine für Gartencenter. Der Wettbewerb fördert die Bürgerbeteiligung und das Bewusstsein für ökologisches Gärtnern.

Wettbewerb „Mein Garten für Moers“ stärkt Biodiversität in Wohngebieten

Mit dem Leitspruch „Mein Garten für Moers – naturnah und artenreich“ verfolgt die Stadt das Ziel, private Grünflächen als essenzielle Glieder eines städtischen Biotopverbunds zu etablieren. Durch naturnahe Beleuchtungskonzepte, Wasserstelleneinrichtungen und heimische Bepflanzung werden ökologisch bedeutende Korridore geschaffen. Dieses Engagement trägt zur Verbesserung des Mikroklimas und zur Stabilisierung von Populationen heimischer Arten bei und leistet einen wichtigen Beitrag zum lokalen Natur- und Artenschutz. Es sensibilisiert Anwohner für Biodiversität, stärkt Umweltbewusstsein.

Teilnehmer senden Fotos bis 30. Juni, Jury wählt Auswahl

Teilnehmerinnen und Teilnehmer reichen bis zum 30. Juni über das Online-Formular drei bis fünf Fotos mit begleitender Kurzbeschreibung ein. Ein Preisgericht, zusammengesetzt aus Expertinnen und Experten der Stadtverwaltung, der vhs Moers, des NABU und des BUND, selektiert im Juli vielversprechende Vorgärten, Gärten und Balkone. In den ersten beiden Wochen des Septembers besichtigt die Jury die vorausgewählten Flächen persönlich, um ökologische Qualität und kreative Gestaltungselemente umfassend ausführlich vor Ort zu dokumentieren.

Kriterien: Vielfalt heimischer Pflanzen, natürliche Materialien und geringe Bodenversiegelung

In seiner Bewertung legt die Jury besonderen Wert auf die ökologische Fungibilität des Gartens, indem sie Vielfalt und Dichte heimischer Pflanzenarten erfasst sowie die Wasserhaushaltsregulierung durch Teiche oder Feuchtzonen berücksichtigt. Essenziell sind darüber hinaus naturnahe Baustoffe wie Holz und Naturstein, offene Wasserflächen, Nisthilfen für Vögel und Insekten sowie strukturierte Bereiche in Form von wilden Ecken. Geringe Bodenversiegelung und eine durchlässige Erdschicht stärken das Habitat nachhaltig. Außerdem bewertet sie Habitatvernetzung positiv.

Motivation für naturnahe Gärten durch offizielle Ehrungen und Gartencenter-Gutscheine

Gewinnerinnen und Gewinner erhalten neben exklusiven Gutscheinen für regional ansässige Gartencenter eine offizielle Urkunde zur Würdigung ihres Einsatzes für Biodiversität. Die anschließende öffentliche Ehrung auf einer städtischen Veranstaltung bringt ihr Engagement in den Blickpunkt der Gemeinschaft. Durch diese Anerkennung wird nicht nur individuelle Leistung belohnt, umfassend, sondern auch der Impuls gesetzt, dass weitere Bewohnerinnen und Bewohner in Moers ihre Grünflächen naturnah gestalten und damit aktiv zum Arten- und Umweltschutz beitragen.

Wasserstelle integrieren, Pestizidverzicht, bunte Blütenwiesen und natürliche Rückzugsorte schaffen

Um naturnahe Gärten zu gestalten, sollten Schotterflächen und synthetische Mulchvliese weichen. Versiegelte Steinplatten sind aufzubrechen, damit Boden und Mikroorganismen wieder atmen können. Wasserstellen, flache Teiche und regentaugliche Bottiche bieten Vögeln und Amphibien Tränken. Totholzhaufen und Steinhaufen fungieren als Insektenhotels und Rückzugsorte. Eine bunte Mischung heimischer Stauden unterstützt Bienen, Schmetterlinge und Käfer. Pestizide sowie Stickstoffdünger sind tabu, um Nützlinge nicht zu gefährden. Reduzierte Außenbeleuchtung schont nachtaktive Tiere und hilft dem Artenschutz.

Wettbewerb motiviert Moerserinnen mit Gutscheinen, Jury und praktischen Naturtipps

Der Gartenwettbewerb in Moers nutzt ein präzises Bewertungssystem und motiviert Bürger, private Grünflächen biodiversitätsgerecht zu gestalten. Eine Expertengruppe aus Verwaltung, Umweltschutzorganisationen und Bildungseinrichtungen prüft sorgfältig vorhandene Lebensräume und belohnt gelungene Beispiele mit Gartencenter-Gutscheinen. Gleichzeitig erhalten Teilnehmer fundierte Ratschläge für Wasserstellen, standortgerechte Wildpflanzen und naturnahe Strukturen. Damit fördert die Stadt nicht nur die heimische Flora und Fauna, sondern sensibilisiert die Bevölkerung nachhaltig für Themen des Umweltschutzes und der Klimaanpassung konsequent dauerhaft.

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