Vertreter Umwelt- Naturschutzverbände kritisieren die geplante grüne Gasquote im Gebäudeenergiegesetz als kontraproduktiv. Sie argumentieren, dass begrenzte Mengen erneuerbarer Gase die Heizkosten spürbar erhöhen und die Wirtschaftlichkeit von Wärmepumpen sowie anderen Heizungssystemen reduzieren. Umfassende Energieeffizienzmaßnahmen, eine konsequente Elektrifizierung des Wärmesektors und der Ausbau regenerativer Wärmenetze gelten ihnen als wirksame, sozialverträgliche Strategien mit klaren Investitionsperspektiven für Hersteller und Versorger. Diese Maßnahmen versprechen rasche Reduktionen der Treibhausgasemissionen, Kostensenkungen und Entlastung einkommensschwacher Haushalte.
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DNR-Präsident Niebert warnt vor teuerem Fehlanreiz Grüngasquote im Wärmesektor
Im Rahmen der GEG-Verhandlungen haben acht führende Umweltverbände im Positionspapier ihre Ablehnung einer Grünen Gasquote für den Wärmesektor erläutert. Sie warnen eindringlich vor steigenden Heizkosten, Benachteiligung einkommensschwacher Haushalte und unnötigen Fehlanreizen im Heizungsaustausch. Stattdessen plädieren sie für ein entschlossenes Vorantreiben von Wärmepumpen, energetischer Gebäudesanierung und dezentralen erneuerbaren Wärmelösungen. Diese Maßnahmen bieten ihrer Ansicht nach nachhaltige Klimaschutzwirkung und wirtschaftliche Planbarkeit für alle Akteure im Markt. DNR-Präsident Niebert spricht von Irrweg. Ablehnend.
Hohe Gaspreise belasten Mieter, ohne Technologieumstieg und Modernisierung fördern
Die Einführung einer pauschalen Quote für grünes Gas hat unmittelbare finanzielle Folgen: Private Haushalte sehen sich mit deutlich steigenden Heizkosten konfrontiert, ohne dass sie direkten Vorteil aus dem begrenzten Angebot an grünem Wasserstoff ziehen. Darüber hinaus würde die Maßnahme Investitionsentscheidungen in hocheffiziente Wärmepumpen, Solarthermie-Anlagen oder dezentrale Biomasseheizungen hemmen, da sie den kurzfristigen Return on Investment negativ beeinflusst und die langfristige Perspektive für erneuerbare Wärmenetze unklar bleibt. Und lässt Betreiber verunsichert.
Falsche Anreize fördern Gasheizungen und Neubau statt klimaneutraler Lösungen
Die Erhöhung von Gaspreisen wirkt sich überproportional auf Mieter und sozial schwächer gestellte Haushalte aus, die begrenzte Rücklagen für Modernisierung besitzen und somit keine kurzfristigen Investitionen in neue Technologien tätigen können. Die Umweltverbände kritisieren Fehlanreize, die eine Fortführung alter Gasheizsysteme und die Errichtung weiterer fossiler Anlagen fördern. Sie plädieren für gezielte Förderinstrumente zugunsten hocheffizienter und CO?-armer Heizungslösungen sowie für Bildungsangebote und Energieberatung zur Unterstützung einkommensschwacher Haushalte finanziert durch öffentliche Mittel.
Investitionssicherheit und schnellere CO2-Reduktion durch Effizienz und konsequenten Fernwärmenetz-Ausbau
Im Mittelpunkt steht eine kosteneffiziente Umstellung auf hocheffiziente Wärmepumpen in Wohn- und Geschäftshäusern, um vorhandene Gasheizungen schrittweise zu ersetzen. Zudem sollen energetische Sanierungen von Gebäudebeständen vorangetrieben werden, um den Wärmebedarf nachhaltig zu reduzieren. Gleichzeitig wird der Ausbau regenerativer Fernwärmenetze vorgeschlagen, die Abwärme und erneuerbare Quellen kombinieren. Dadurch ergeben sich niedrigere Betriebskosten, schnellere CO?-Bilanzverbesserung und transparente Investitionsbedingungen für Hersteller, Dienstleister und kommunale Energieversorger sowie langfristige Planungssicherheit für moderne Wärmetechnologien. lokal, dezentral
Vertreter von DNR, BUND, DUH, Gaswende, Greenpeace, NABU, Umweltinstitut München und WWF Deutschland fordern stattdessen eine konsequente Steigerung der Energieeffizienz, die umfassende Elektrifizierung und den systematischen Ausbau erneuerbarer Wärmenetze. Diese Instrumente bieten nach Ansicht der Verbände nicht nur geringere Kosten, sondern auch eine solide Investitionsgrundlage für Öl- und Gasunternehmen im Strukturwandel. Gleichzeitig beschleunigen sie den Ausstieg aus fossilen Energien und unterstützen die zügige und dauerhafte effektive Erreichung der nationalen Klimaschutzziele.

